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Plastikmüll in der Arktis stammt aus der ganzen Welt

In einem Citizen-Science-Projekt sammelten Teilnehmende von Arktisreisen für eine wissenschaftliche Erhebung Abfall an den Stränden Spitzbergens. Die Herkunft und Zusammensetzung der eingesammelten Kunststoffabfälle haben das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung analysiert. Der Untersuchung zufolge, die im Fachmagazin „Frontiers in Marine Science“ veröffentlicht wurde, stammt ein Drittel des klar identifizierbaren Plastikabfalls aus Europa und ein Teil davon auch aus Deutschland.

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UN einigen sich auf globales Meeresschutzabkommen

Die internationale Staatengemeinschaft hat sich während einer Regierungskonferenz Anfang März in New York auf ein neues Abkommen zum Schutz der Weltmeere geeinigt. Damit sollen erstmals verbindliche Regeln für Meeresgebiete jenseits nationaler Zuständigkeiten ermöglicht werden: Meeresschutzgebiete, Umweltverträglichkeitsprüfungen und andere Maßnahmen sollen bedrohte Arten und Lebensräume zukünftig besser schützen. Deutschland hatte sich während der Verhandlungen zusammen mit der EU für einen ambitionierten Vertrag eingesetzt.

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APEC-Leitfaden: Kunststoffe in der Umwelt durch geordnetes Abfallmanagement vermeiden

Die Arbeitsgruppe für Ozeane und Fischerei (Oceans and Fisheries Working Group, OFWG) der Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) hat einen Leitfaden veröffentlicht, der kleineren Städten und Gemeinden im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum das Wissen für den Aufbau zuverlässiger Abfallsammelsysteme an die Hand geben und so zur Reduzierung landbasierter Einträge von Abfällen in die Meere beitragen soll. Wie mit technologisch einfachen Mitteln sehr effizient und kostengünstig Abfälle an der Quelle gesammelt und verwertet werden können, soll der Leitfaden anhand erfolgreicher Projekte aufzeigen. An einem exemplarischen Pilotprojekt in der vietnamesischen Stadt Tan An war auch der WWF, World Wide Fund for Nature, beteiligt.

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Interview: „Einträge direkt an der Quelle stoppen“

Dr. Bernhard Bauske ist seit 1993 im World Wide Fund for Nature (WWF) Deutschland aktiv und seit 2017 Projektkoordinator „Meeresmüll“ in der Abteilung Meeresschutz. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Koordination von Projekten zur Reduzierung von Kunststoffabfällen, die Verbesserung von Abfallmanagementsystemen und Verpackungsdesign. Vor seiner Tätigkeit beim WWF hat der Biologe am Institut für Bodenkunde in Hamburg promoviert.

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EU fördert Projekt „SeaClear2.0“ zur Müllbeseitigung im Meer

Rund acht Millionen Euro steuert die EU zum Projekt „SeaClear2.0“ bei, mit dem eine Gruppe von europäischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Verschmutzung der Meere unter anderem mit Hilfe eines autonomen Robotersystems bekämpfen will. In dem auf vier Jahre angelegten Projekt sollen drei große Pilotversuche im Mittelmeer durchgeführt werden, bevor das autonome System eingesetzt werden soll.

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Ocean Cleanup will neues System 003 einsetzen

Wie „The Ocean Cleanup“ mitteilt, bereitet das Projekt der niederländischen Initiative, das vor zehn Jahren begonnen wurde, nun den Start eines neuen Systems zur Reinigung der Ozeane von Plastikmüll vor. Es soll den Angaben zufolge dreimal so groß werden wie das bisher genutzte „System 002“. Mit der dann fast zweieinhalb Kilometer langen schwimmenden Barriere sollen Abfälle effizienter aus dem Wasser - vor allem im Great Pacific Garbage Patch - gefischt werden.

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Ausblick auf 2023: BKV-Projekt zur Vermeidung von Pelletverlusten

In dem Arbeitsschwerpunkt „Kunststoffe in der Umwelt“ will die BKV in 2023 ihre Arbeit zum Thema Pelletverluste fortsetzen. Damit knüpft die BKV an die „Sonderbetrachtung Pelletverluste“ an, die 2022 erschienen ist und erstmals eine mengenmäßige Abschätzung der in Deutschland in die Umwelt eingetragenen Pellets ausweist. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nun im Austausch mit der Kunststoffwertschöpfungskette einschließlich der Recycler vertieft und erweitert werden. Ziel ist es, daraus Maßnahmen abzuleiten, die die Unternehmen anwenden und umsetzen, um so Einträge von Pellets in die Umwelt zu verhindern. Unterstützend sollen die Erkenntnisse für die nationale und europäische Normenarbeit nutzbar gemacht werden.

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Studie der Universität Tel Aviv zu Mikroplastik

In einer aktuellen Studie der Universität Tel Aviv, die in Zusammenarbeit mit dem israelischen Forschungszentrum für das Mittelmeer durchgeführt wurde, untersuchte ein Forschungsteam das Ausmaß der Mikroplastikverschmutzung entlang der israelischen Küste. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sammelten Sandproben von sechs Stränden zwischen Haifa und Ashkelon. Laut Studie ist die israelische Küste mit mehr als zwei Tonnen Mikroplastik verunreinigt, wobei die Strände von Tel Aviv und Hadera am stärksten betroffen sein sollen.

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Neue Erkenntnisse zum Monitoring von Kunststoffabfällen in Flüssen

Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben gemeinsam mit Partnern aus den Niederlanden und Australien im Rahmen einer Studie konventionelle Annahmen überprüft, welche Menge an Kunststoffabfällen sich in Flüssen befindet und auf welche Weise sie weitertransportiert werden. Laut ihren Ergebnissen könnte die tatsächlich in Flüssen vorhandene Menge an Plastikmüll bis zu 90 Prozent größer sein als bisher angenommen. Die neuen Erkenntnisse aus der Studie sollen dabei helfen, das Monitoring von Kunststoffabfällen in Flüssen zu verbessern und den Plastikmüll aus Gewässern zu entfernen.

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BMUV fördert weitere Projekte gegen Meeresmüll

Das deutsche Bundesumweltministerium (BMUV) fördert im Rahmen des Programms „Marine Debris Framework – Regional hubs around the globe“ (Marine:DeFRAG) zum dritten Mal Projekte, die aktiv zu nachhaltiger Produktion, Vertrieb und Nutzung von Kunststoffprodukten und damit zur Vermeidung des Eintrags von Abfällen in die Meere beitragen. Dafür stellt das Ministerium 25 Millionen Euro pro Jahr bereit. Projekte zum Aufbau von Entsorgungs- und Recyclingstrukturen in Ländern des globalen Südens sollen über das Programm ebenfalls gefördert werden.

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