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Projekt „LIFE BLUE LAKES“ bekämpft Mikroplastik in Seen

Im Jahr 2019 hat der Global Nature Fund (GNF) gemeinsam mit der Bodensee-Stiftung und mehreren italienischen Partnern das Projekt „BLUE LAKES“ zur Vermeidung von Mikroplastikeinträgen in Süßwasserökosysteme ins Leben gerufen. Gefördert durch das LIFE Programm der Europäischen Union setzen sich die Projektpartner auf mehreren Ebenen dafür ein, den Eintrag von Mikroplastik in deutsche und italienische Seen zu reduzieren. Als zentrales Instrument wurde in dem Projekt im Ausstauch mit den betroffenen Kreisen ein Seenpapier entwickelt mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung zum Schutz der Gewässer vor dem Eintrag von Mikroplastik. Diese Seen-Charta soll auch als Vorlage für den Gewässerschutz weltweit dienen.

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Interview: „Mikroplastik ist auch in unseren Seen angekommen“

Udo Gattenlöhner ist Agrarwissenschaftler und Geschäftsführer des Global Nature Fund (GNF), einer 1998 gegründeten gemeinnützigen Stiftung für Umwelt und Natur mit Hauptsitz in Radolfzell am Bodensee. Die Stiftung koordiniert unter anderem das internationale Netzwerk Living Lakes, das 135 Mitglieds-Seen hat und sich weltweit für den Schutz von Seen und Gewässern einsetzt. Der Global Nature Fund (GNF) hat gemeinsam mit der Bodensee-Stiftung und mehreren italienischen Partnern das Projekt „BLUE LAKES“ ins Leben gerufen. Das Projekt wird unter anderem von den Kunststofferzeugern bei PlasticsEurope aktiv unterstützt. Schwerpunkte des Vorhabens sind die Vermeidung und Verringerung des Eintrags von Mikroplastik in Seen (s. dazu den Bericht „Projekt „LIFE BLUE LAKES“ bekämpft Mikroplastik in Seen“).

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Mit Gel aus Eiweiß die Meere von Mikroplastik reinigen

Amerikanische Forscherinnen und Forscher der Universität Princeton aus dem Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik haben aus Eiweiß ein leichtes, hochporöses Aerogel hergestellt, das sich zur Entfernung von Mikroplastik aus Meerwasser eignen soll. Dazu wird das Eiweiß gefriergetrocknet und in einer Umgebung ohne Sauerstoff auf 900 Grad erhitzt, bis sich die gewünschte Aerogel-Struktur bildet. Laut den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entfernt das resultierende Material Mikroplastik mit einer Effizienz von mehr als 99 Prozent aus dem Wasser.

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„Jäger der unsichtbaren Teilchen“

Die Deutsche Welle hat in der Reihe „Nahaufnahme“ in einem dreißigminütigen Film die Arbeit des „Pioniers der Mikroplastik-Forschung“ Professor Dr. Christian Laforsch und des Teams des Sonderforschungsbereichs der Universität Bayreuth porträtiert. Wie der Film zeigt, werden dort für die Grundlagenforschung zu Mikroplastik zum Teil Messgeräte eingesetzt, die an der Universität eigens dafür entwickelt und gebaut werden. In dem interdisziplinären Team arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch gemeinsam mit der Kunststoffindustrie an Alternativen zu herkömmlichen Kunststoffen, die am Ende nicht als Mikroplastik in der Umwelt landen sollen.

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Stoffstromanalyse 2021: zum Stand der Kreislaufführung von Kunststoffen

Seit 1994 gibt die BKV alle zwei Jahre im Verbund mit inzwischen fünfzehn Verbänden und Institutionen der Kunststoff- und Recyclingindustrie sowie der Gewerkschaft IGBCE eine umfangreiche Daten- und Faktensammlung zur Produktion, Verarbeitung und Verwertung von Kunststoffen in Deutschland heraus. Mittlerweile trägt die Studie den Titel „Stoffstrombild Kunststoffe in Deutschland“ und gibt zusätzlich Auskunft über die Produktion und den Einsatz von Rezyklaten. Damit gilt das in Wirtschaft und Politik viel beachtete und zitierte Zahlenwerk auch als Gradmesser zum Stand der Kreislaufführung von Kunststoffen in Deutschland.

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Kunststoffabfälle im Meer stammen überwiegend aus der Fischerei

Ein großer Teil des Mülls, der sich im subtropischen Wirbel des Nordpazifiks zwischen Kalifornien und Hawaii im sogenannten „Great Pacific Garbage Patch“ (GPGP) angesammelt hat, entsteht laut einer aktuellen Untersuchung direkt auf See und wird von wenigen Ländern verursacht. Laut der Studie, die eine Forschungsgruppe der niederländischen Non-Profit-Organisation The Ocean Cleanup in „Scientific Reports“ veröffentlicht hat, finden sich in dem Müllstrudel überwiegend Fischernetze, Seile und andere Abfälle aus der industriellen Fischerei.

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Mikroplastik schädigt Fische nicht

Nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen einer Forschergruppe um den Fischereiökologen Jörn Scharsack vom Thünen-Institut in Bremerhaven führen die Mengen an Mikroplastik, die von Fischen in der Nord- und Ostsee aufgenommen werden, nicht zu Beeinträchtigungen der Fischgesundheit. Der Verzehr von Fischen aus den beiden Meeren stellt laut den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in dieser Hinsicht auch kein Gesundheitsrisiko für den Menschen dar.

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„Superwürmer“ können Kunststoff verdauen

Die Larven einer in Mittel- und Südamerika heimischen Käferart können offenbar mit dem Kunststoff Polystyrol als einziger Nahrungsquelle überleben und durch die Aufnahme sogar an Gewicht zulegen. Dies ergab eine neue Studie der australischen University of Queensland, die im Fachmagazin „Microbial Genomics“ veröffentlicht wurde. Die Forschenden konnten nachweisen, dass die als „Superwürmer“ bekannten Larven der Spezies Zophobas morio (Großer Schwarzkäfer) dank der Mikroben in ihren Eingeweiden in der Lage sind, expandiertes Polystyrol (EPS) zu verdauen.

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Interview: „Eine etwas gewagte Interpretation“

Melanie Bergmann ist Polar- und Tiefseeforscherin am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Seit 2012 beschäftigt sie sich intensiv mit der Verschmutzung der Meere mit Kunststoffen, hat dazu umfangreich publiziert und unter anderem das Fachbuch „Marine Anthropogenic Litter“ herausgegeben. Darüber hinaus ist Frau Bergmann Mitglied in mehreren Expert/innengruppen – inklusive der deutschen Delegation zur Verhandlung des UN Plastics Treaty – und koordiniert die internationalen MICRO-Symposien zu Mikroplastik mit. Sie arbeitet am AWI mit an der Entwicklung neuer Methoden zur Messung von Plastikmüll und Mikroplastik in den Meeren sowie an Untersuchungen zu Auswirkungen von Kunststoffresten auf Organsimen. Vor diesem fachlichen Hintergrund haben wir Frau Bergmann zu Ihrer Einschätzung der Ergebnisse der Studie des Thünen-Instituts für Fischereiökologie befragt (s. dazu den Bericht „Mikroplastik schädigt Fische nicht“).

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EU-Kommission: Entwurf zur Beschränkung von Mikroplastik

Die EU-Kommission bereitet im Auftrag des Europäischen Parlaments im Rahmen der EU-Kunststoffstrategie und des EU-Aktionsplans „Schadstofffreiheit von Luft, Wasser und Boden“ ein Verbot für absichtlich zugesetztes Mikroplastik vor. Solche Polymere werden zum Beispiel in Form kleiner Kügelchen mit abrasiver Wirkung Kosmetik- und Reinigungsprodukten zugesetzt und kommen unter anderem auch in Farben, Lacken oder Kunstrasen-Füllungen vor.

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