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Leuchtende Biosensoren als Marker für kleinste Kunststoffpartikel

In einer aktuellen Studie hat ein finnisches Forscherteam eine neue Methode zum Nachweis und zur Verfolgung des Abbaus von Kunststoffen in Gewässern getestet. Zum Einsatz kamen sogenannte rekombinante bakterielle Ganzzell-Biosensoren, kurz Biosensoren, die so aufgebaut waren, dass sie bei Kontakt mit dem Monomer Acrylsäure aufleuchteten. Die Ergebnisse zeigen nach Angaben des finnischen Forscherteams, dass der Abbau von Kunststoffabfällen in Süß- und Salzwasser mit Hilfe dieser Biosensoren überwacht werden könnte.

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Mikroplastik an Ostseestränden stammt überwiegend vom Land

Mikroplastik an schleswig-holsteinischen Ostseestränden stammt laut einer Studie des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR) und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel offenbar überwiegend vom Strand und wird wahrscheinlich nicht durch Plastikmüll im Meerwasser verursacht.

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Runder Tisch Meeresmüll seit sieben Jahren aktiv

Seit sieben Jahren erarbeitet der Runde Tisch Meeresmüll Handlungsempfehlungen gegen die Plastikverschmutzung von Nord- und Ostsee. Ausgangslage zur Gründung des Runden Tisches Meeresmüll war die nationale Umsetzung der europäischen Meeresstrategierahmenrichtlinie in Deutschland. Somit hat es sich der Runde Tisch zur Aufgabe gemacht, konkrete Umsetzungsmaßnahmen für die nationalen Ziele zu entwickeln. Anfang Juni 2023 trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Schirmherren des Runden Tisches, Bundesumweltministerin Steffi Lemke, dem niedersächsischen Umweltminister Christian Meyer und dem Präsidenten des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, in Berlin, um die Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeit vorzustellen.

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Chemie- und Kunststoffindustrie unterstützen UN-Plastikabkommen

Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen wollen der Umweltverschmutzung durch Plastikabfälle bis 2040 ein Ende setzen. Der Verband der Kunststoffhersteller Plastics Europe Deutschland (PED) und der Verband der Chemischen Industrie (VCI) unterstützen das übergeordnete Ziel, die Kreislaufwirtschaft zu stärken.

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Interview mit Dr. Klaus Wittstock, BASF SE, zum UN Plastikabkommen: „Reduktion, Verbote oder Abgaben auf Kunststoffe sind nicht zielführend“

Dr. Klaus Wittstock ist Director Industry Affairs und Leiter Umweltpolitik beim global aufgestellten Chemiekonzern BASF und seit 28 Jahren in verschiedenen Funktionen für das Unternehmen tätig. Seit 2017 ist der promovierte Chemieingenieur Mitglied im Beirat der BKV GmbH, der er zuvor bereits über zehn Jahre als Sprecher des Technischen Ausschusses angehörte. Wir haben den Kunststoff-Experten nach seiner Einschätzung zu den Vorbereitungen für das weltweite Abkommen der Vereinten Nationen befragt, mit dem die Belastung der Umwelt durch unsachgemäß entsorgte Kunststoffabfälle eingedämmt werden soll.

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AEPW unterstützt und untersucht informellen Abfallsektor in Afrika

In Südafrika leisten die informellen Abfallverwerter einen wichtigen Beitrag zur Abfallbewirtschaftung. Die Alliance to End Plastic Waste (AEPW) hat den Projektpartner African Reclaimers Organisation (ARO) bei einem Projekt unterstützt, bei dem neue Sammel- und Sortierstrukturen aufgebaut wurden und in das die Arbeiterinnen und Arbeiter des informellen Sektors eingebunden waren. Welche Auswirkungen – auch auf die sogenannten Waste-Pickers – die Einführung eines verpflichtenden Pfandsystems für Einweggetränkeflaschen in Südafrika hätte, soll darüber hinaus in einer von der AEPW kofinanzierten Studie geklärt werden.

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Ausstellung „Plastic World“ in der Kunsthalle Schirn

Kunststoff als Kunst-Stoff: Die Frankfurter Schirn widmet der Geschichte der Kunststoffe in der bildenden Kunst eine große Themenausstellung. Noch bis zum 1. Oktober zeigt PLASTIC WORLD Objekte, Assemblagen, Installationen, Filme und Dokumentationen aus fast sieben Jahrzehnten. Zu sehen sind über 100 Werke von rund 50 internationalen Künstlerinnen und Künstlern, darunter Christo, Niki de Saint Phalle oder auch Tue Greenfort, der sich mit der Entdeckung eines Pilzes im Amazonas beschäftigt, der Polyurethan verstoffwechseln kann.

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Aktualisiertes Modell zu Eintragspfaden

Im Jahr 2013 entwickelte die Conversio Market & Strategy GmbH im Auftrag der BKV und unterstützt durch deutsche und österreichische Verbände der Kunststoffindustrie ein neues Berechnungsmodell zur Abschätzung der Mengen an nicht ordnungsgemäß entsorgten Kunststoffabfällen, die in die Meere gelangen: das Modell „Vom Land ins Meer – Modell zur Erfassung landbasierter Kunststoffabfälle“. Dieser in Fachkreisen anerkannte methodische Ansatz, um die wichtigsten Eintragspfade und -quellen von unsachgemäß entsorgten Kunststoffen in die Meere systematisch zu erfassen, zu strukturieren und quantitativ zu bewerten, liegt nun aktualisiert in der 5. Version vor.

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Bakterien verspeisen und verdauen Plastik im Meer

Forschende aus den Niederlanden des Royal Netherlands Institute for Sea Research (NIOZ) haben sich auf die Suche nach sogenanntem „Missing Plastic“ begeben und in Laborversuchen eine mögliche Antwort gefunden: Das UV-Licht der Sonne spaltet die Abfälle in winzige Teilchen auf, die wiederum von Bakterien aufgenommen und verstoffwechselt werden. Mit diesen Forschungsergebnissen liefern die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Beweis, dass Bakterien Kunststoff tatsächlich zu CO2 und anderen Molekülen verdauen.

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Forscherteam entdeckt Speed-Enzym für die Zersetzung von PET

Forschende der Universität Leipzig haben ein Enzym entdeckt, das PET in Rekordzeit abbaut. Dass einige Enzyme, sogenannte polyesterspaltende Hydrolasen, auch PET abbauen können, ist schon länger bekannt. Doch bisher dauerte der Zersetzungsprozess zu lange, um für die kommerzielle Nutzung interessant zu sein. Das Forschungsteam hat nun einen „Kandidaten“ entdeckt, mit dem zum Beispiel eine PET-Verpackung aus dem Supermarkt in weniger als einem Tag komplett abbaubar sein soll.

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