Circular Plastics Alliance wieder aktiv
Die Europäische Kommission hat die Circular Plastics Alliance (CPA) reaktiviert, meldet Euwid.
Diesen Schritt hatte die Kommission im Dezember 2025 angekündigt im Rahmen ihrer Vorschläge für das Maßnahmenpaket „boosting the circularity of plastics“, mit dem die Kunststoffertschöpfungskette in Europa unterstützt und gestärkt werden soll. Mit der Reaktivierung soll die Allianz nun als strukturierte und inklusive Kooperationsplattform neu ausgerichtet werden. Den Angaben zufolge wird die CPA nun auch erweitert. Demnach sollen dem Lenkungsausschuss künftig der europäische Dachverband der Entsorgungswirtschaft FEAD und der Verband der europäischen Kunststoffrecycler Plastics Recyclers Europe (PRE) angehören. Das Sekretariat der CPA ist weiterhin bei der Kommission angesiedelt. Über die Plattform sollen industrieübergreifend gemeinsame Prioritäten ermittelt und die wichtigsten Herausforderungen angegangen werden, die sich auf die Wettbewerbsfähigkeit und Kreislauffähigkeit des europäischen Kunststoffsektors auswirken. Die Allianz nimmt ihre Arbeit zunächst mit drei neuen Arbeitsgruppen auf. Diese sollen Herausforderungen der Kunststoffwirtschaft analysieren, handelspolitische Prüfbedarfe priorisieren und die Marktüberwachung verbessern. Darüber hinaus sind Maßnahmen zur Stärkung der Nachfrage nach Rezyklaten sowie Schulungsangebote für Zoll- und Marktüberwachungsbehörden geplant. Auch sollen spezifische Zollcodes für recycelte Polymere entwickelt werden, um Rezyklate korrekt zu identifizieren. PRE soll den Angaben zufolge diese Arbeiten koordinieren.
Die ursprünglich 2018 gegründete Allianz diente der Umsetzung der EU-Kunststoffstrategie und verfolgte das Ziel, den Einsatz von Recyclingkunststoffen in der EU bis 2025 auf jährlich zehn Millionen Tonnen zu steigern.
Quellen:
- Euwid Recycling und Entsorgung 13/2026 (24.3.2026)
- Foto: © Christian Lue / Unsplash (Symbolbild)