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Alpla schließt Geschäftsjahr 2025 erfolgreich ab

Der Vorstand von ALPLA (von links): Ricardo Rehm (CFO), Walter Ritzer (COO), Nicolas Lehner (CCO), Philipp Lehner (CEO) und Klaus Allgäuer (CTO).

Trotz schwieriger globaler Wirtschaftslage konnte der Verpackungs- und Recyclingspezialist seinen Umsatz um rund 5 Prozent von 4,9 auf 5,2 Milliarden Euro steigern.


Beim Personalstand und der Standortanzahl verzeichnete Alpla für das Jahr 2025 ein Plus auf rund 25.500 MitarbeiterInnen bzw. 206 Werke, teilt das Unternehmen mit. Positiv entwickelten sich den Angaben nach vor allem die Geschäfte in Nord- und Südamerika sowie im Bereich Extrusionsblasformen (EBM). Investitionen in Standorte und Technologien, der Aufbau des Ausbildungswesens in den USA sowie der Einstieg ins südamerikanische Recycling hätten den Aufschwung gefördert, heißt es weiter.
 
Im Bereich Recycling seien die Ergebnisse dagegen durchwachsen ausgefallen, was Alpla auch auf Unsicherheiten bei EU-Regularien und die anhaltende Preisproblematik bei Rezyklaten zurückführt. „Neuware ist um ein Vielfaches günstiger als Recyclingmaterial. Während die Nachfrage sinkt und die Kosten steigen, wächst die Gefahr von minderwertigen Importen aus Drittstaaten. Wenn die EU nicht gegensteuert, wird die PPWR zum Eigentor“, warnt CCO Nicolas Lehner. Mit neuen Recyclingzielen bis 2030 will das Unternehmen trotz der Herausforderungen am Recyclingmarkt auch künftig eine Pionierrolle in der Kreislaufwirtschaft einnehmen. Dazu verweist Alpla auch auf eine im Dezember 2025 mit dem Technologieinstitut NTCP in den Niederlanden gestartete Kooperation zur Herstellung von lebensmitteltauglichem HDPE-Recyclingmaterial. Den Anteil an Post-Consumer-Recyclingmaterial (PCR) will das Unternehmen bis 2030 auf 30 Prozent steigern. Die derzeit installierte und projektierte Output-Kapazität von 400.000 soll laut Alpla auf 700.000 Tonnen erweitert werden, ab dem Jahr 2026 sollen rund 15 Millionen Euro jährlich ins Recycling fließen.
 
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