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Runder Tisch Meeresmüll seit sieben Jahren aktiv

Seit sieben Jahren erarbeitet der Runde Tisch Meeresmüll Handlungsempfehlungen gegen die Plastikverschmutzung von Nord- und Ostsee. Ausgangslage zur Gründung des Runden Tisches Meeresmüll war die nationale Umsetzung der europäischen Meeresstrategierahmenrichtlinie in Deutschland. Somit hat es sich der Runde Tisch zur Aufgabe gemacht, konkrete Umsetzungsmaßnahmen für die nationalen Ziele zu entwickeln. Anfang Juni 2023 trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Schirmherren des Runden Tisches, Bundesumweltministerin Steffi Lemke, dem niedersächsischen Umweltminister Christian Meyer und dem Präsidenten des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, in Berlin, um die Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeit vorzustellen.
 

Der Runde Tisch Meeresmüll unterstützt seit 2016 die Umsetzung nationaler Maßnahmen gegen Meeresmüll und dient als Informations- und Austauschplattform für alle relevanten Interessengruppen. Rund 130 Expertinnen und Experten nehmen teil, darunter aus den Bereichen Fischerei, Schifffahrt, Industrie (Kunststoff, Gummi, Kosmetik, Verpackung, Automobil), Handel, Wissenschaft, Bildung, Tourismus, Umweltverbände, Behörden, Politik und Verwaltung, hier insbesondere derjenigen Bundesländer im Umfeld von Nord- und Ostsee. Die bisherigen Ergebnisse der Zusammenarbeit sind vielfältig. Dazu gehört unter anderem die Bereitstellung von Handlungsleitfäden bzw. Empfehlungen, etwa zu Best-Practice-Beispielen für Kommunen zur Reduzierung des Plastikmüllaufkommens und die Optimierung der Hafenauffangeinrichtungen zur Reduzierung des Mülls im Meer. Des Weiteren wurde zu Mikroplastikeinträgen in die marine Umwelt ein Themenpapier veröffentlicht, das den Stand des Wissens und den prioritären Handlungsbedarf aufzeigt. Zu den Ergebnissen gehören auch Empfehlungen zur Vermeidung und sicheren Bergung von Geisternetzen, zur Entsorgung von Fanggeräten aus der Fischerei sowie Bildungskonzepte für verschiedene Altersgruppen und Hinweise zur Durchführung von küstennahen Müllsammelaktionen. Auch ein Bildungskonzept für verschiedene Altersgruppen und Sektoren wurde im Rahmen der Zusammenarbeit am Runden Tisch Meeresmüll entwickelt. Auf der Internetplattform des Runden Tisches Meeresmüll sind über 120 Aktivitäten und Maßnahmen der Mitglieder und Akteure des Runden Tisches zugänglich. Darin ist auch das Modell der BKV GmbH über die landbasierten Eintragspfade von Kunststoff in die Meere enthalten.
 
Quellen:

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