Volkswagen bündelt Aktivitäten zur Kreislaufwirtschaft in Zwickau
In Zwickau sollen ab dem Jahr 2030 zur Rückgewinnung von wertvollen Rohstoffen und Bauteilen jährlich 15.000 Altfahrzeuge verwertet werden.
Das Fahrzeugwerk am Standort Zwickau soll im Bereich Kreislaufwirtschaft eine Vorreiterrolle übernehmen, teilt Volkswagen mit. Der Freistaat Sachsen fördert das Gesamtprojekt laut Volkswagen mit bis zu 10,7 Millionen Euro. In Zwickau sollen neue Geschäftsfelder der Kreislaufwirtschaft auf Wirtschaftlichkeit geprüft, Standards festgelegt und das Wissen für andere Standorte weltweit zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt plant der Konzern den Angaben zufolge, in den nächsten Jahren bis zu 90 Millionen Euro am Standort in Umbauarbeiten, technische Anlagen und KI-Anwendungen zu investieren. Dies soll die Entwicklung sowie Standardisierung von technischen Innovationen und des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz umfassen. Mit Hilfe von Datenplattformen und KI will Volkswagen Materialflüsse, Recyclingprozesse und Geschäftsmodelle steuern und neue Standards setzen. Ein weiterer Schwerpunkt soll die saubere Trennung von Materialien sein, um so reine Rezyklate zu gewinnen. Der Einstieg in die Kreislaufwirtschaft war laut VW im Rahmen der Tarifverhandlungen im Dezember 2024 für den Standort Zwickau festgelegt worden.
Danny Auerswald, Sprecher der Geschäftsführung Volkswagen Sachsen, erklärt: „Volkswagen Sachsen schlüpft erneut in die Pionierrolle. Wir waren das erste Werk, welches vollständig auf E-Mobilität umgestellt wurde. Jetzt erschließen wir den wichtigen Geschäftsbereich der Kreislaufwirtschaft.“
Quellen:
- Pressemitteilung Volkswagen (21.1.2026)
- Foto: © Volkswagen