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Verpackungshersteller blicken verhalten auf das Jahr 2026

Porträtfoto von Dr. Laura Müller, Referentin für Wirtschaft bei der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.

Laut einer aktuellen Konjunkturumfrage der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen rechnen viele Unternehmen mit einer allmählichen Stabilisierung der Konjunktur.


Laut aktueller Konjunkturumfrage der IK, an der sich den Angaben zufolge 109 Unternehmen der Branche beteiligt haben, ist die Stimmung bei den Unternehmen der Kunststoffverpackungsindustrie hinsichtlich der Aussichten für das Jahr 2026 weiterhin verhalten. Angesichts einer insgesamt schwachen gesamtwirtschaftlichen Lage und anhaltender Unsicherheiten rechnen die Unternehmen demnach mehrheitlich nicht mit einer raschen konjunkturellen Erholung und gehen für das Jahr 2026 für ihre Branche von einer Seitwärtsbewegung aus. Die allgemeine Wirtschaftslage schätzen die Unternehmen laut Umfrage mit 70 Prozent zum großen Teil als schlecht ein, knapp 28 Prozent bewerteten sie als befriedigend und weniger als zwei Prozent als gut. Damit bestätige die Branche laut IK auch die Umfrageergebnisse des Instituts der deutschen Wirtschaft und die sich im ifo-Geschäftsindex widerspiegelnde Einschätzung eines weiterhin angespannten wirtschaftlichen Umfelds.
 
Für die wirtschaftliche Entwicklung der Kunststoffverpackungsindustrie im ersten Quartal 2026 gehen etwa zwei Drittel der Firmen laut Umfrage der IK immerhin von stabilen Absatzmengen aus, während rund 18 Prozent einen weiteren Rückgang erwarten und 16 Prozent mit einer Verbesserung rechnen. Auch bei Exporten erwarten die Unternehmen gleichbleibende Bedingungen: Rund zwei Drittel der Betriebe stellen sich auf unveränderte Verhältnisse ein. Gleichzeitig sehen sie die Ertragslage unter Druck. Die Hälfte der Befragten erwartet keine Veränderung der Profitabilität, 41 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus und neun Prozent rechnen mit einer Verbesserung. Die Entwicklung der Rohstoffverfügbarkeit wird positiver eingeschätzt: Rund drei Viertel der Befragten erwarten stabile Bedingungen, knapp 19 Prozent sehen eine Verbesserung, 6 Prozent befürchten eine Verschlechterung. Der Blick auf die Beschäftigung ist deutlich von Vorsicht geprägt. Rund 63 Prozent der Unternehmen planen, ihre Belegschaft stabil zu halten. Mit einem Personalabbau rechnen rund 30 Prozent, während gut 6 Prozent von Neueinstellungen ausgehen. Damit verstärkt sich laut Umfrage der Trend zu einer defensiven Personalpolitik, ohne flächendeckenden Stellenabbau im Vergleich zum Vorjahresquartal.
 
Dr. Laura Müller, Referentin für Wirtschaft bei der IK, sagt zu den Umfrageergebnissen: „Die Kunststoffverpackungsindustrie startet nach drei Krisenjahren in ein weiteres Übergangsjahr: Die Unternehmen hoffen auf konjunkturelle Bodenbildung, sehen aber vorerst keinen Spielraum für Wachstumssprünge. Deshalb fordern wir verlässliche Rahmenbedingungen und Standortentlastungen, um Investitionen und Beschäftigung in der Branche zu sichern“. Jetzt sei der Moment, zentrale Reformen mutig anzupacken, so Müller.
 
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