PVC-Branche treibt Kreislaufwirtschaft voran
Auf dem 14. VinylPlus Sustainability Forum 2026 im belgischen Genval wurden aktuelle Themen diskutiert und die überarbeitete Selbstverpflichtung 2030 vorgestellt.
Trotz eines volatilen Marktumfelds mit hohen Energie- und Rohstoffkosten meldet die VinylPlus Deutschland steigende Verwertungsquoten und passt ihre strategischen Leitlinien an das veränderte regulatorische Umfeld an. Wie die Initiative zum 14. VinylPlus Sustainability Forum 2026 berichtet, sei beim Treffen der europäischen PVC-Wertschöpfungskette mit politischen Entscheidungsträgern, Vertretern von UN-Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftlern und führenden Industrievertretern die zentrale Frage gewesen, wie Europa in einem zunehmend komplexeren globalen Umfeld Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit in Einklang bringen kann,. Darüber hinaus standen laut VinylPlus Deutschland drei Themen im Fokus, die aus Sicht der Branche für die Zukunft Europas von entscheidender Bedeutung sind: Wasserresilienz, bezahlbarer Wohnraum und Nachhaltigkeit. So werde etwa eine moderne, effiziente und langlebige Infrastruktur für den Erhalt und Ausbau resilienter kommunaler Wasserversorgungen unerlässlich sein. Die PVC-Wertschöpfungskette trage dazu bei, indem sie langlebige, korrosionsbeständige und leckagearme Rohrleitungssysteme bereitstelle. Diese fänden sowohl in Trinkwasser- als auch Abwassernetzen Verwendung und könnten dabei helfen, Wasserverluste, Wartungsaufwand und Ressourcenverbrauch zu reduzieren.
Beim VinylPlus Sustainability Forum 2026 wurde darüber hinaus die überarbeitete Selbstverpflichtung 2030 vorgestellt, heißt es weiter. Die Selbstverpflichtung der Branche wurde den Angaben zufolge Anfang 2026 auf den Prüfstand gestellt. Fortschritte im Hinblick auf die Programmziele seien bewertet und die sich wandelnden regulatorischen, technologischen und marktbezogenen Entwicklungen dabei berücksichtigt worden. Der Schwerpunkt der überarbeiteten Verpflichtung, die die langfristigen Ambitionen der Branche bekräftige, liege weiterhin stark auf Kreislaufwirtschaft und CO2-Reduzierung, einschließlich des Ziels, bis 2030 mindestens eine Million Tonnen recyceltes PVC in neuen Produkten zu verwenden. Auch der Fokus auf Produktnachhaltigkeit, Lebenszyklusleistung und den Beitrag zu den Klimazielen werde darin verstärkt.
Charlotte Röber, Geschäftsführerin von VinylPlus, betonte die Widerstandsfähigkeit der etablierten Sammel- und Recyclingketten. Das zeigten die Ergebnisse für 2025 des neuen VinylPlus® Progress Reports. So seien die PVC-Recyclingmengen gegenüber dem Jahr 2024 um 5,7 Prozent gestiegen wie auch messbare Fortschritte bei den Klima- und Nachhaltigkeitszielen erreicht worden. Der neue VinylPlus® Progress Report 2026, die Zusammenfassung „VinylPlus im Überblick 2026“ sowie der Mid-Term Review zur VinylPlus 2030 Selbstverpflichtung können auf der Webseite von VinylPlus Deutschland heruntergeladen werden. Im Fortschrittsbericht werden den Angaben zufolge auch mehrere Aktivitäten von VinylPlus Deutschland genannt, die zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele beigetragen haben.
Quellen:
- Pressemitteilung VinylPlus Deutschland (24.6.2026)
- Foto: © VinylPlus