Potsdam will Verpackungssteuer einführen
Die Landeshauptstadt Potsdam hat nach eigenen Angaben eine Beschlussvorlage zur Einführung einer Verpackungssteuer eingebracht.
Damit solle die Sauberkeit im öffentlichen Raum verbessert und der Einsatz von Einwegverpackungen reduziert werden, teilt die Verwaltung der Stadt Potsdam mit. Die Beschlussvorlage über eine entsprechende Satzung zur Erhebung der Steuer soll demnach am 4. März in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht werden. Die Steuer könne dann ab dem 1. Juli 2026 bei Endverkäufern im „to go“- oder im Imbissbereich, die Speisen und Getränke in Einwegverpackungen anbieten, erhoben werden. Stadtkämmerer Burkhard Exner erklärt dazu: „Natürlich bedeutet die Einführung der Verpackungssteuer für viele Betriebe zunächst organisatorische Anpassungen. Zugleich bietet sie aber die Möglichkeit, Verpackungskonzepte neu zu denken und Einwegmaterialien gezielt zu reduzieren.“ Die Steuer setze klare Anreize für mehr Mehrweg und sei damit ein wichtiger Schritt für mehr Sauberkeit und Nachhaltigkeit.
Die geplante Satzung betrifft den Angaben zufolge Einwegverpackungen für Speisen und Getränke, die typischerweise für den unmittelbaren Verzehr im Stadtgebiet bestimmt sind. Für Einwegverpackungen wie Becher, Teller oder Schalen soll ein Steuersatz von 50 Cent je Einheit gelten, auf Einwegbesteck soll ein Steuersatz von 20 Cent je Einheit erhoben werden.
Quellen:
- Pressemitteilung Stadt Potsdam (20.2.2026)
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