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Kunststoffverpackungsbranche vorsichtig optimistisch

Porträtfoto von Dr. Laura Müller, Referentin für Wirtschaft bei der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.

Mehr Unternehmen rechnen für das vierte Quartal mit steigenden Absatzmengen, gleichzeitig erwarten weniger Firmen sinkende Erträge.
 
Die Lageeinschätzung hat sich laut Konjunkturumfrage der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen unter 112 Mitgliedsunternehmen zwar verbessert, bleibt aber verhalten. Nach Angaben der IK bewerten 55 Prozent die Wirtschaftslage in Deutschland als befriedigend, 42 Prozent als schlecht und drei Prozent als gut. Im Vorquartal hatten noch 59 Prozent die Lage als schlecht eingeschätzt. Die Ergebnisse deuten auf eine leichte Stabilisierung hin. Auch die Absatzerwartungen sind demnach besser. Rund 20 Prozent rechnen den Angaben zufolge mit steigenden Absatzmengen gegenüber zwölf Prozent im Vorquartal. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Unternehmen mit rückläufigen Erwartungen von 32 auf 25 Prozent. Der Ertragsdruck nimmt ab, bleibt aber hoch: Noch rund 40 Prozent der Unternehmen erwarten sinkende Erträge, im Vorquartal waren es noch 48 Prozent. Knapp zwölf Prozent rechnen mit einer Verbesserung. Rund 69 Prozent erwarten auch eine stabile Rohstoffverfügbarkeit. Belastend für die Ertragslage sind nach Einschätzung der Unternehmen vor allem die weiterhin hohen Preise für Rohstoffe. Auch die Beschäftigung wird als weitgehend stabil angegeben. Laut Umfrage planen 70 Prozent keine Veränderung ihrer Mitarbeiterzahl, neun Prozent einen Personalaufbau und 21 Prozent einen Beschäftigungsabbau. Damit halte die Branche in weiten Teilen an ihren qualifizierten Beschäftigten fest. Von einer Trendwende könne jedoch noch keine Rede sein, betont die IK. Der anhaltend hohe Preis- und Kostendruck belaste die Profitabilität weiterhin.
 
Dr. Laura Müller, Referentin Wirtschaft bei der IK, erklärt: „Die Krise rund um die Straße von Hormus hat die Kunststoffverpackungsbranche in diesem Jahr vor eine außergewöhnliche Belastungsprobe gestellt. Rohstoffmärkte, Lieferketten und Kosten gerieten kurzfristig unter erheblichen Druck. Dass die Branche diese Phase parallel zu den hohen Umsetzungsanforderungen durch die seit August geltende EU-Verpackungsverordnung PPWR bewältigt hat, zeigt die starke Wirtschaftskraft der Branche“.
 
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