Initiative ERDE mit erfolgreicher Bilanz 2025
In Deutschland wurden 2025 über 37.000 Tonnen gebrauchte Erntekunststoffe gesammelt und dem Recycling zugeführt.
Wie das bundesweite Rücknahme- und Verwertungssystem für Erntekunststoffe in Deutschland ERDE mitteilt, hat das Recycling von Agrarkunststoffen damit im vergangenen Jahr rund 37.042 Tonnen Kohelndioxid eingespart. Diese Menge entspricht den Angaben zufolge etwa 350 Millionen gefahrenen PKW-Kilometern, der jährlichen Fahrleistung von rund 28.400 Fahrzeugen oder der Bindungsleistung von rund 2,7 Millionen Bäumen. Auch das System, in dem sich unter dem Dach der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen Hersteller gemeinsam mit der RIGK GmbH als Systembetreiberin, landwirtschaftlichen Betrieben, Sammelpartnern, Recyclern sowie dem Agrarhandel engagieren, wurde weiter ausgebaut, heißt es. Es biete landwirtschaftlichen Betrieben mit mittlerweile über 700 Sammelstellen und mehr als 160 Sammelpartnern eine flächendeckende Infrastruktur für die Rückgabe gebrauchter Agrarkunststoffe. Das Sammelportfolio ist den Angaben nach inzwischen um Gewächshausfolien und Tropfschläuche erweitert worden.
„Die Ergebnisse zeigen, dass unser System in der Praxis funktioniert, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen“, sagt Boris Emmel, Systemmanager der Initiative ERDE. „Die hohe Beteiligung von landwirtschaftlichen Betrieben, Handel und Sammelstellen lässt dabei erkennen, dass Kreislaufwirtschaft in der Landwirtschaft zunehmend gelebt wird. Jeder zurückgegebene Agrarkunststoff trägt dazu bei, wertvolle Rohstoffe im Kreislauf zu halten und die Umwelt nachhaltig zu entlasten.“
Ziel der Initiative bleibe es, die Sammelmengen weiter zu steigern und das Netzwerk entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette kontinuierlich auszubauen. Und das auch über Deutschland hinaus: Die Initiative engagiert sich verstärkt im internationalen Austausch zu Rücknahme- und Recyclingsystemen für Agrarkunststoffe, um bewährte Lösungen zu teilen und die Kreislaufwirtschaft im Agrarsektor weiter voranzubringen.
Quellen:
- Pressemitteilung ERDE (14.4.2026)
- Abbildung: © ERDE