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ifo: Geschäftsklima in der Chemieindustrie stark verbessert

Erstmals seit vier Jahren schätzen die Unternehmen der Branche die Geschäftslage sogar positiv ein.
 
Die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Chemieindustrie hat sich im August sprunghaft verbessert, teilt das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung ifo mit. Der Geschäftsklima-Index stieg laut dessen monatlicher Umfrage von minus 26,3 Punkten im Juli auf minus 2,4 Punkte im August. Auch die Geschäftserwartungen hellten sich laut Umfrage deutlich auf, der entsprechende Indikator stieg von minus 37,2 auf minus 15,5 Punkte. ifo-Fachreferentin Anna Wolf erklärt dazu: „Die anhaltende Blockade der Straße von Hormus und die dadurch ausgelösten Lieferausfälle in Asien erhöhen die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen aus deutscher Produktion“. Da sich geopolitisch keine Entspannung abzeichne, rechneten die Unternehmen mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung. Auch im Export zeichne sich laut den Zahlen des Instituts eine Verbesserung ab. Ebenso habe sich die Versorgungslage etwas entspannt: Nach jedem dritten Unternehmen im zweiten Quartal 2026 berichteten nun nur noch 13,8 Prozent der Chemieunternehmen von Materialknappheit. Da die strukturellen Probleme wie hohe Energie- und Standortkosten die Branche jedoch weiter belasten, rechnen die Unternehmen den Angaben zufolge allerdings trotz der Belebung mit weiterem Personalabbau. „Mittelfristig könnten allerdings die staatlichen Infrastruktur- und Investitionsprogramme die Nachfrage nach chemischen Vorleistungen stützen, sofern die angekündigten Projekte zügig umgesetzt werden“, sagt Wolf.
 
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