IFAT 2026 in München: „Circularity is a must”
Bei der Weltleitmesse für Umwelttechnologien stehen vom 4. bis 7. Mai 2026 zentrale Fragen rund um Zirkularität und Klimaschutz im Mittelpunkt.
Bundesumweltminister Carsten Schneider, EU-Kommissarin Jessika Roswall und Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber werden die IFAT Munich 2026 gemeinsam am Montag, 4. Mai, um 10 Uhr eröffnen, teilt die Messe München mit. Auf der Blue Stage in Halle B2 des Messegeländes wollen sie gemeinsam ein deutliches Signal für die enge Verzahnung europäischer, nationaler und regionaler Umweltpolitik setzen, heißt es.
Innovative Umwelttechnologien und Lösungen rund um Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft stehen auch im Jahr 2026 wieder im Mittelpunkt der IFAT. Über 3.000 Aussteller aus mehr als 60 Ländern präsentieren nach Angaben der Messe München auf dem rund 300.000 Quadratmeter großen Gelände ihre Strategien, Projekte und Entwicklungen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz und Rohstoffversorgung. Den Rahmen der Messe setzt ein umfangreiches Programm mit Fachvorträgen, Live-Demonstrationen und Diskussionsforen für den Austausch zwischen Industrie, Wissenschaft und Politik.
Auf der Orange Stage in Halle A5 widmen sich laut Messeprogramm zahlreiche Podiumsdiskussionen den Chancen und Strategien einer zukunftsfähigen Kreislaufwirtschaft. Darunter auch eine, an der BKV-Geschäftsführer Dr. Ingo Sartorius beteiligt ist und die vom Messepartner bvse Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung organisiert wird.
Konsequente Kreislaufwirtschaft soll in Europa weitere Beiträge zu Rohstoffunabhängigkeit und Wettbewerbsfähigkeit leisten. So schreiben etwa neue EU-Vorgaben wie die PPWR, ELV und WEEE-Richtlinie künftig verbindliche Quoten für den Einsatz von Kunststoffrezyklaten vor. Schon heute ist jedoch absehbar, dass die Nachfrage nach solchem Rezyklat größer sein wird als das aktuelle Angebot. Auf dem Panel „Kunststoffrecycling füllt die prognostizierten Rezyklatlücken“ des bvse diskutieren am 5. Mai 2026 von 11.30 Uhr bis 12.20 Uhr Experten über mögliche Lösungen, Chancen und Risiken. BKV-Geschäftsführer Dr. Ingo Sartorius wird dazu unter dem Titel: „Eine europäische Perspektive auf Kunststoffrezyklate – Bestandsaufnahme und Prognose zur Rezyklatversorgung bis 2030“ den ersten Impuls geben. Dr. Thomas Probst, Honorarprofessor an der RWTH Aachen, schließt daran an mit einem weiteren Implusvortrag. Die folgende Diskussion, an der die beiden Referenten sowie Dr. Martin Engelmann, Hauptgeschäftsführer der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen teilnehmen, wird mitgestaltet und moderiert von bvse-Fachreferentin Anna Roeb.
Bei einem Panel des Messepartners Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE) soll auf der BDE-Stage (A6.241) am 7. Mai 2026 von 11.30 Uhr bis 12.20 Uhr diskutiert werden, ob das „Kunststoffrecycling vor dem endgültigen Aus“ steht. Experten der Kunststoffindustrie, Recycler und politische Vertreter diskutieren die Realität des Marktes, die Folgen für die Kreislaufwirtschaft in Deutschland und Europa sowie mögliche Lösungsansätze. Auch hier wird Dr. Ingo Sartorius seine Expertise in die Diskussion einbringen, an der laut Programm außerdem Dirk Mellen vom Beratungsunternehmen materialis, Marion Laurentius vom Industrieverband ZVEI e.V. und Monica Harting Pfeifer vom Umweltdienstleister Remondis teilnehmen werden. Die Moderation dieses Panels übernimmt Dr. Andreas Bruckschen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BDE.
Weitere Informationen: www.ifat.de
Quellen:
- ifat.de
- Pressemitteilung Messe München (17.4.2026)
- Foto: © Messe München GmbH