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BfR informiert und klärt auf zu Mikroplastik

In einer aktuellen Studie wurde die Kluft zwischen dem, was die Öffentlichkeit denkt, und dem, was die Wissenschaft weiß, untersucht.

Die neue Übersichtsarbeit wurde vor Kurzem im Deutschen Ärzteblatt unter dem Titel „Mikroplastik: Evidenzlage zu gesundheitlichen Auswirkungen und öffentlicher Wahrnehmung“ veröffentlicht. Das teilt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit. Die Studie verdeutlicht laut BfR die Diskrepanz zwischen öffentlicher Wahrnehmung und wissenschaftlichem Kenntnisstand. So gaben in einer repräsentativen Umfrage laut der Studie über 80 Prozent der Befragten an, Mikroplastik im Körper könne bestehende Erkrankungen verschlimmern. Aktueller Stand der Wissenschaft ist jedoch, dass Mikroplastik ein eher geringes Gesundheitsrisiko für den Menschen darstellt. Das BfR weist darauf hin, dass gleichzeitig weiterhin Forschungsbedarf besteht, insbesondere in Bezug auf die genauen Wirkmechanismen von Mikroplastik im menschlichen Körper. Nach derzeitigem Stand gebe es aber keine belastbaren Hinweise auf gesundheitliche Risiken für den Menschen durch Mikroplastik.
 
Das BfR möchte zu einer faktenbasierten und sachlich ausgewogenen Kommunikation beitragen und verfolgt die wissenschaftliche Entwicklung in diesem Bereich kontinuierlich. Das Institut hatte am 2. Dezember gemeinsam mit der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) auch zu einem Verbraucherschutzforum „Mikroplastik – Was wissen wir heute?“ eingeladen. Fachleute aus verschiedenen Bereichen diskutierten die aktuelle Studienlage und zeigten auf, wo noch Forschungsbedarf besteht. Die Veranstaltung sollte laut BfR auch den Austausch zwischen Expertinnen und Experten aus Forschung, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik fördern. Auf seiner Webseite bietet das Institut zudem weitere Detailinformationen – wie zum Beispiel mit einem FAQ Mikroplastik oder einem Podcast zum Thema an.
 
Weitere Informationen: www.bfr.bund.de
 
Quellen:

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