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BASF eröffnet Verbundstandort in China

Luftbildaufnahme BASF Verbundstandort Zhanjiang, China

Am 26. März 2026 hat der Chemiekonzern seinen neuen Verbundstandort im südchinesischen Zhanjiang offiziell eingeweiht.


Mit einer Investition von rund 8,7 Milliarden Euro und einer Fläche von vier Quadratkilometern zählt das Projekt zu den größten Einzelinvestitionen des Unternehmens, teilt BASF mit. Am Standort Zhanjiang beschäftigt BASF den Angaben zufolge mehr als 2000 Mitarbeitende und will dort ein diversifiziertes Portfolio produzieren, das Basischemikalien, Zwischenprodukte und Spezialchemikalien für die Bereiche Transport, Konsumgüter, Elektronik, Haushaltsreinigung und Körperpflege umfasst. Der Standort folge konsequent der „local-for-local“-Strategie: Der Großteil der Produktion sei für den chinesischen Markt bestimmt. Das Werk in China ist laut BASF der siebte Verbundstandort des Unternehmens weltweit und nach Ludwigshafen und Antwerpen der drittgrößte. Aktuell sind in Zhanjiang bereits 18 Anlagen und 32 Produktionslinien in Betrieb, auf denen mehr als 70 Produkte hergestellt werden.
 
BASF betont die nachhaltige Ausrichtung des Standorts: Zhanjiang werde vollständig mit erneuerbarem Strom betrieben, abgesichert durch langfristige Grünstromverträge und Investitionen in Offshore-Windenergie. Durch die Kombination aus Verbundintegration, Prozessinnovationen und erneuerbaren Energien lassen sich die CO?-Emissionen im Vergleich zu konventionellen petrochemischen Anlagen um bis zu 50 Prozent reduzieren, heißt es weiter. „Zhanjiang zeigt, wie die Zukunft der Chemie aussieht: effizient, digital und von Anfang an bewusst nachhaltig. Der Standort zeigt eine smarte integrierte Verbundstruktur im industriellen Maßstab“, betonte Dr. Markus Kamieth, Vorstandsvorsitzender von BASF, bei der Einweihung.
 
Ein technologisches Highlight stellt laut BASF der Steamcracker mit einer Kapazität von einer Million Tonnen Ethylen pro Jahr dar. Er gelte als weltweit erster Cracker, dessen Hauptverdichter vollständig elektrisch und mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Zudem sei die Anlage flexibel ausgelegt und könne verschiedene Rohstoffe wie Naphtha und Butan verarbeiten. Mit dem neuen Standort will BASF seine Position im dynamischen asiatischen Markt stärken und seine integrierte Wertschöpfung weiter ausbauen. Die Kombination aus Skaleneffekten, effizienter Produktion und niedrigerem CO2-Fußabdruck soll eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur und hohe Versorgungssicherheit gewährleisten. Der Verbundstandort Zhanjiang steht aus Sicht von BASF exemplarisch für den Wandel der Chemieindustrie hin zu stärker integrierten, digitalisierten und nachhaltigeren Produktionsstrukturen. Zugleich sei er ein zentrales Element der Wachstumsstrategie in China – und ein Signal für die zunehmende Verlagerung großindustrieller Chemieinvestitionen in globale Zukunftsmärkte.
 
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